Hallo, leider hab ich gar keine Zeit um hier groß etwas zu schreiben, daher geb euch einfach schnell die Fotos und das Video (Hier das Video zur Lagune und Hier das Viedo zu den Felsen). Ich bin gerade im Klausuren Stress, und um mich ein wenig abzulenken, dachte ich mir Aktualisier ich das hier mal. Vila Velha, bedeutet jedenfalls altes Dorf und ist eine Gesteinsformation in der Nähe von Curitiba, welche wir bei einem Tagesausflug irgendwann im November besucht haben. Dort gibt es dann Steine die Aussehen wie ein Flasche oder wie ein Schuh. Sehr schön für einen kleinen Spaziergang und um ein paar hübsche Steine zu sehen. Vorher waren wir noch bei ein paar großen Löchern im Boden, welche sich direkt neben den Gesteinsformationen befinden, so wie einer Lagune. Das tiefste Loch war ca 54 Meter, ganz sicher bin ich mir da aber auch nicht mehr, kann aber wie fast alle bei Wikipedia durchlesen. Ich fand es auf jedenfall einen sehr schönen Ausflug.Wo man noch mal schön entspannen konnte und ich war auch froh nochmal aus der Stadt raus zu sein.
So, ich schaffe es immer genau einen Eintrag hinten dran zu liegen, dass finde ich gar nicht so schlecht, da ich eigentlich genug zu tun habe. Der Blog zeigt immer nur so eine Wunderwelt und suggeriert euch ich würde nur reisen, aber das stimmt nicht. Neben dem reisen muss ich nämlich auch immer noch in die Uni und dafür auch recht viel zu hause machen. Nun aber unverhoffter Weise sind wieder eine ganze Reihe Vorlesungen ausgefallen, aufgrund von Weiterbildungsmaßnahmen für die Professoren. Nun jedenfalls haben wir die Gunst der Stunde genutzt und sind in das 17 stunden entfernte Campo Grande gereist, dass Tor zum Pantanal, einen der größten Feuchtbiotope der Erde. Gerade ist noch Trockenzeit im Pantanal und daher ist dies eine sehr günstige Zeit dafür, um Tiere zu beobachten, da es nur sehr wenige Wasserstellen gibt, an denen sich dann alle tummeln. Gleich auf der Fahrt von Campo Grande ins tiefere Sumpfgebiet haben wir auch schon unseren ersten Toucan gesichtet, das hat schon mal extrem viel Lust auf mehrgemacht. Also, nachdem wir jedenfalls nach insgesamt 24 Stunden Reise beim Camp angekommen sind, war es auch schon fast wieder Abend. Wir waren noch an einer Art Bar, welche gleichzeitig auch Supermarkt war und haben uns an einem nahgelegenen Fluss noch ein paar Jacarés , einer Krokodilunterfamilie, angesehen und sind dann auch schon fast ins Bett, bzw. in die Hängematten gegangen. Die erste Nacht, war erst mal richtig anstrengend gewesen. Es ist, wie in einem Sumpfgebiet im Zentrum von Süd-Amerika vielleicht nicht weiter verwundert, extrem warm und extrem feucht. Was einem schon das einschlafen schwer genug macht, aber zu allem Überfluss ist das auch noch genau das Wetter, welches Moskitos so richtig lieben. Und das ist nicht die Sorte Mücken wie man sie aus Deutschland kennt, ne ne. Das hier sind richtige Schweinemoskitos die nichts anderes wollen als dich Psychisch fertig zu machen durch anhaltende nächtliche Attacken. Nun ja, dafür hatte man dann gar kein Problem damit am nächsten Tag um 5:30 mit der Sonne aufzustehen. Und dann ging es auch schon los, als Begleiter hatten wir einen Indianer namens João(dt. Johannes) welcher uns erstmal zu einem nahegelegenen Tümpel geführt hat, wo wir Jacarés und Capybaras (auch Wasserschwein genannt, ist eine Säugetierart und das größte lebende Nagetier der Erde) getroffen haben. Von den Capybaras hab ich euch bereits mal erzählt, diese Tiere mag ich wirklich sehr gerne, die sind extrem gechillt und gelassen. Die lassen sich von keinem was sagen, auch nicht von den Jacarés. Am Anfang dachten wir noch Jacarés seihen höllisch gefährlich, also was sie evtl. auch sind, aber dann hat sich rausgestellt, dass sie im großen und ganzen doch ein relativ scheuer Haufen sind, welcher bei hektischen Bewegungen und sofort das weite sucht. Verblüffender weise sind die wesentlich gefährlicheren Gesellen die Otter, welche wenn wirklich mal Futter Knappheit herrscht auch einen Jacaré erlegen und essen kann. Das sollte man ja so nicht denken wenn man diese Netten Burschen so sieht, welche aber doch über 2 Meter groß werden können.Später ging es dann in den Wald wo wir auf Papageien, Nasenbären, Leguane und vor allem Brüllaffen getroffen sind. Brüllaffen sind mittelgroße Affen( ca. wie ein 6 Jahre altes Kind) welche durch Brüllen auffallen, wenn man sie mit einem bestimmten Ton anbrüllt, dann antworten sie einem auch, dass ist sehr höfflich von ihnen. Sehr beeindruckend war auch die große Anzahl an Würge-Feige (Ich glaube jedenfalls, dass es sich dabei um Feigen handelt). Diese aggressive Baumart lebt davon, sich um andere Bäume zu schmiegen, bevorzugt Palmen, und dieser dann die Nährstoffe zu entziehen, bis der Wirt abstirbt. Nachdem wir uns nach dieser Wanderrung wieder im Camp eingefunden hatten, ging es dann auch schon nach einem ausgedehnten Reis mit Bohnen Mittagessen zu einer Pferde Fazenda, von wo aus wir unsere Tour per Pferd weiter fortsetzten.Dort haben wir dann auch das erstemal den Vogel Jabiru getroffen, der Riesenstorch,welcher ist das Symbol des Pantanals, da man ihn ausschließlich dort antreffen kann.Was die Pferde angeht, so handelte es sich dabei natürlich um sehr einfach zu handelnde Touriepferde , aber wir hatten doch unsere Freiheiten auch mal über größere Steppen so schnell man kannte und sich traute los zu galoppieren. Ich bin bestimmt nicht der größte Pferdefreund dieser Erde, aber ich kann nur jeden der noch nie geritten ist sagen: Da hat er was verpasst! Ich hatte jedenfalls einen riesen Spaß am reiten. Am nächsten Tag gab es dann wieder eine Tour Richtung der Bolivianischen Grenze wo wir dann im Rio Paraguay was baden kannten. Das war in so fern möglich, da es sich dabei um einen riesigen Fluss Handeln, der zwar wie alle Flüsse in dieser Region auch Piranhas beherbergt, man sich aber aufgrund der üppigen vorhandenen Nahrungsmittel in dem Fluss nicht so viele Gedanken darum machen muss von einem gebissen zu werden. Dabei haben wir dann noch die Flussufer nach Schlangen durchsucht, tatsächlich haben wir auch eine Kobra gefunden, was aber unser eigentliches Ziel anging, die legendäre Anakonda, so hatten wir einfach Pech. Ein altes Jacaré-Sklett hab ich noch gefunden, die Indianer machen daraus Schmuck, aber für mich hätte es sich nicht gelohnt die Zähne raus zu ziehen, da es mir leider, aber sinnvollerweise, verboten ist diese mit nach Deutschland zu nehmen. Normalerweise soll es die da in großen Mengen geben, aber es war an dem Tag auch einfach zu Heiß, warum sie sich wahrscheinlich an einem Kühlen Ort versteckt hielt. Schade Schokolade. Aber der Boot-Trip war trotzdem großartig, die Gruppe wurde auf 2 kleine Boote verteilt, mit einem weiteren Führer, welcher schon allein durch seine Presänz die tour aufgewertet hat.. Das schöne an Brasilien ist ja, dass es da sowas wie das Wort Sicherheit noch nicht gibt. Wieso ich dann, nachdem ich höfflich gefragt hatte, mich auch bei voller Fahrt an die Spitze des Bootes stellen durfte, dass hat schon richtig Spaß gemacht. Zumal einem das, bei der ganzen Hitze eine erfrischende Kühlung verschafft. Am letzten Tag gab es dann noch das Piranhaangeln, um das Adventure komplett zu machen. Piranha angeln ist wirklich keine große Kunst, was mich doch ein wenig enttäuscht hat. Man nimmt sich einen Bambusstock, macht da einen Schnur mit Hacken dran, dass letzte Stück sollte Draht sein, und befestigt eine Stück Fleisch an dem Hacken. Dann taucht man die Angel in das Wasser und zieht sie Ruckartig wieder raus. Bei einem von 10 mal, also ca. alle 2-3 Minuten hat man einen Fisch an der Angel. Zwar nicht immer einen Piranha, aber irgendein gieriges Viech findet sich immer. Nun am Ende haben wir das alles noch im Camp frittieren lassen, hier die klassische Art Fisch zu zubereiten, um auch wirklich jedem Fisch die individuelle Note zu nehmen, und anschließend gegessen. Fazit: Schmeckt ok, aber Dorsch ist besser! Nun und dann am gleichen Abend wieder zurück. Also im ganzen 3 fantastische Nächte Pantanal. Auf der Rückfahrt hatten wir dann noch das Glück,wenn schon keiner Anakonda, einem Riesen Ameisenbär zu begegnen.Sehr anstrengend aber es lohnt sich Richtig, jeder der die Möglichkeit dazu hat sollte das unbedingt machen.
So bevor ich aufgrund all der vielen neuen Abenteuer die ich hier erlebe, meine alten vergesse hab ich mich nochmal entschlossen was nachzutragen. Also anfang Oktober waren die Hamburger Holzwirte hier um eine Exkursion in den Süden Brasiliens zu unternehmen, und da der Bus eh gebucht war, das Schwarze Monster auf 6 Rädern, und es auch noch freie Plätze gab hielt ich das für eine super Idee einfach mal mit zu machen und mir auch etwas vom Süden Brasilien anzugucken. Im Ganzen war ich eine Woche mit der Truppe unterwegs. Angefangen haben wir mit der unter Naturschutz stehenden Insel Superagui , welche sich ganz in der Nähe von Curitiba befindet, also immer noch in Paraná. Dort sind wir dann mit dem Boot rüber gesetzt kurz die Zimmer bezogen und haben dann auch schon auf Empfehlung der Herbergsmutter in die einzige Bar der Insel besucht. Dort gab es dann einen selbstgebrannten Cachaça welcher als Inselspezialität durchgeht und dazu Lifemusik der lokalen Musik Szene einem Quartett aus alten Herren welche zusammen wohl die350 Jahre geknackt haben und einen Musik Stil zum besten gebracht haben, den man wohl außerhalb dieses Inseldorfes vergeblich suchen wird(hier das Video!). Aber es war auf jeden fall ein Vergnügen. Am nächsten Tag gab es dann eine kleine Inselführung mit ortskundiger Leitung und dann durften wir auch schon wieder die Insel verlassen. Dabei hatte ich das große Glück die ca. 3 Std Heimreise zum nahegelegenen Hafen auf dem Dach des Schiffs zu verbringen. Am gleichen Abend ging es dann nach Blumenau auf das Oktoberfest, von der Stadt habe ich euch ja bereits berichtet. Das war ein riesen Spaß, man kann schwer erklären wie das wirkt, wenn eine Nation wie Brasilien die eigentlich nichts mehr feiert als sich selber, auf einmal eine ganz andere und eigentlich ihr völlig fremde Nation feiert. Auf dem Oktoberfest wurde dann ebenfalls Lifemusik gespielt, dabei war das Lustige, dass brasilianische Sänger auf Deutsch gesungen haben und die Brasilianer in lauten Chören, allerdings selten Richtigen, mit gegrölt haben.(hier Video Oktoberfest!) Danach ging die Reise immer weiter in den Süden durch verschiedene kleiner Ortschaften wo wir täglich eine Firma besucht haben. Besonders gut gefallen haben mir dabei noch die Eukalyptus-Plantagen, wo man uns eindrucksvoll die Ernteleistung derMaschinen gezeigt hat, welche bis zu 120 Bäume die Stunde fällen können. Man hat schon gemerkt, dass es einen starken unterschied macht, ob man mit den Brasilianern auf Exkursion geht oder mit den Deutschen. Die Firmen waren sichtlich bemüht uns zu beeindrucken und von ihrer Leistung zu überzeugen. Wobei sich allerdings auch wieder gezeigt hat, wie vorteilhaft es ist Portugiesisch zu können, so konnte man sich immer mit den Arbeitern unterhalten und noch andere Meinungen einholen, als die, die man von der Firmenführung vorgelegt bekommt. Nun am darauf folgenden Tag waren wir dann in einem Araukarien-Plantage welche als Naturwald angelegt war, an der Grenze von St. Catarina zu Rio Grande de Sul. Das war vor allem noch einmal ein sehr schönes Naturerlebnis, dabei hat sich unsere Gruppe eine wenig getrennt, so dass ich am Ende mit einem recht kleinen Trupp der Exkursion und einem Führer der nur Portugiesisch konnte allein war. Dadurch hatte ich die Chance den Übersetzer zu machen und ich muss sagen ich war eigentlich im Nachhinein ziemlich mit zufrieden. Nun um mich kurzzuhalten, auf der Reise sind wir auch noch Riesigen Nashornkäfern begegnet, waren in einem Zellstoffwerk, einer Möbelfabrik die den Heizeffekt nur noch aufmalt und einem Aussteiger aus Deutschland der sich in Brasilien mit einem kleinen Hobelwerk selbstständig gemacht hat. Das war allerdings eine sehr sehr interessante Erfahrung gewesen. Nun aber davon erzähl ich euch am besten bei Bedarf, sonst sprengt das hier wieder den Rahmen.