

Für die Faulen, gleich hier die Viedeos:1. Teil hier und 2. Teil hierS
o, ich schaffe es immer genau einen Eintrag hinten dran zu liegen, dass finde ich gar nicht so schlecht, da ich eigentlich genug zu tun habe. Der Blog zeigt immer nur so eine Wunderwelt und suggeriert euch ich würde nur reisen, aber das stimmt nicht. Neben dem reisen muss ich nämlich auch immer noch in die Uni und dafür auch recht viel zu hause machen. Nun aber unverhoffter Weise sind wieder eine ganze Reihe Vorlesungen ausgefallen, aufgrund von Weiterbildungsmaßnahmen für die Professoren. Nun jedenfalls haben wir die Gunst der Stunde genutzt und sind in das 17 stunden
entfernte Campo Grande gereist, da
ss Tor zum Pantanal, einen der größten Feuchtbiotope der Erde. Gerade ist noch Trockenzeit im Pantanal und daher ist dies eine sehr günstige Zeit dafür, um Tiere zu beobachten, da es nur sehr wenige Wasserstellen gibt, an denen sich dann alle tummeln. Gleich auf der Fahrt von Campo Grande ins tiefere Sumpfgebiet haben wir auch schon unseren ersten Toucan gesichtet, das hat schon mal extrem viel Lust auf mehrgemacht. Also, nachdem wir
jedenfalls nach insgesamt 24 Stunden Reise beim Camp angekommen sind, war es auch schon fast wieder Abend. Wir waren noch an einer Art Bar, welche gleichzeitig auch Supermarkt war und haben uns an einem nahgelegenen Fluss noch ein paar Jacarés , einer Krokodilunterfamilie, angesehen und sind dann auch schon fast ins Bett, bzw. in die Hängematten gegangen. Die erste Nacht, war erst mal richtig anstrengend gewesen. Es ist, wie in einem Sumpf
gebiet im Zentrum von Süd-Amerika vielleicht nicht weiter verwundert, extrem warm und extrem feucht. Was einem schon das einschlafen schwer genug macht, aber zu allem Überfluss ist das auch noch genau das Wetter, welches Moskitos so richtig lieben. Und das ist nicht die Sorte Mücken wie man sie aus Deutschland kennt, ne ne. Das hier sind richtige Schweinemoskitos die nichts anderes wollen als dich Psychisch fertig zu machen durch anhaltende nächtliche Attacken. Nun ja, dafür hatte man dann gar kein Problem damit am nächsten Tag um 5:30 mit der Sonne aufzustehen. Und dann ging es auch schon los, als Begleiter hatten wir einen Indianer name
ns João(dt. Johannes) welcher uns erstmal zu einem nahegelegenen Tümpel geführt hat, wo wir Jacarés und Capybaras (auch Wasserschwein genannt, ist eine Säugetierart und das größte lebende Nagetier der Erde) getroffen haben. Von den Capybaras hab ich euch bereits mal erzählt, diese Tiere mag ich wirklich sehr gerne, die sind extrem gechillt und gelassen. Die lassen sich von keinem was sagen, auch nicht von den Jacarés. Am Anfang dachten wir noch Jacarés seihen höllisch gefährlich, also was sie evtl. auch sind,
aber dann hat sich rausgestellt, dass sie im großen und ganzen doch ein relativ scheuer Haufen sind, welcher bei
hektischen Bewegungen und sofort das weite sucht. Verblüffender weise sind die wesentlich gefährlicheren Gesellen die Otter, welche wenn wirklich mal Futter Kn
appheit herrscht auch einen Jacaré erlegen und essen kann. Das sollte man ja so nicht denken wenn man diese Netten Burschen so sieht, welche aber doch über 2 Meter groß werden können.Später ging es dann in den Wald wo wir auf Papageien, Nasenbären, Leguane und
vor allem Brüllaffen getroffen sind. Brüllaffen sind mittelgroße Affen( ca. wie ein 6 Jahre altes Kind) welche durch Brüllen auffallen, wenn man sie mit einem bestimmten Ton anbrüllt, dann antworten sie einem
auch, dass ist sehr höfflich von ihnen. Sehr beeindruckend war auch die große Anzahl an Würge-Feige (Ich glaube jedenfalls, dass es sich dabei um Feigen handelt). Diese aggressive Baumart lebt davon, sich um andere Bäume zu schmiegen, bevorzugt Palmen, und dieser dann die Nährstoffe zu entziehen, bis der Wirt abstirbt. Nachdem wir uns nach dieser Wanderrung wieder im Camp eingefunden hatten, ging es dann auch
schon nach einem ausged
ehnten Reis mit Bohnen Mittagessen zu einer Pferde Fazenda, von wo aus wir unsere Tour per Pferd weiter fortsetzten.Dort haben wir dann auch das erstemal den Vogel Jabiru getroffen, der Riesenstorch,welcher ist das Symbol des Pantanals, da man ihn ausschließlich dort antreffen kann.Was die Pferde angeht, so handelte es sich dabei natürlich um sehr einfach zu handelnde Touriepferde , aber wir
hatten doch unsere Freihei
ten auch mal über größere Steppen so schnell man kannte und sich traute los zu galoppieren. Ich bin bestimmt nicht der größte Pferdefreund dieser Erde, aber ich kann nur jeden der noch nie geritten ist sagen: Da hat er was verpasst! Ich hatte jedenfalls einen riesen Spaß am reiten. Am nächsten Tag gab es dann wieder eine Tour Richtung der Bolivianischen Grenze wo wir dann im Rio Parag
uay was baden kannten. Das war in so
fern möglich, da es sich dabei um einen riesigen Fluss Handeln, der zwar wie alle Flüsse in dieser Region auch Piranhas beherbergt, man sich aber aufgrund der üppigen vorhandenen Nahrungsmittel in dem Fluss nicht so viele Gedanken darum machen muss von einem gebissen zu werden. Dabei haben wir dann noch die Flussufer nach Schlangen durchsucht,
tatsächlich haben wir auch eine Kobra gefunden, was aber u
nser eigentliches Ziel anging, die legendäre Anakonda, so hatten wir einfach Pech. Ein altes Jacaré-Sklett hab ich noch gefunden, die Indianer machen daraus Schmuck, aber für mich hätte es sich nicht gelohnt die Zähne raus zu ziehen, da es mir leider, aber sinnvollerweise, verboten ist diese mit nach Deutschland zu nehmen. Normalerweise soll es die da in großen Mengen geben, aber es war an dem Tag auch
einfach zu Heiß, warum sie sich wahrscheinlich an einem Kühlen Ort versteckt hielt. Schade Schokolade. Aber der Boot-Trip war trotzdem großartig, die Gruppe wurde auf 2 kleine Boote vert
eilt, mit einem weiteren Führer, welcher schon allein durch seine Presänz die tour aufgewertet hat.. Das schöne an Brasilien ist ja, dass es da sowas wie das Wort Sicherheit noch nicht gibt. Wieso ich dann, nachdem ich höfflich gefragt hatte, mich auch bei voller Fahrt an die
Spitze des Bootes stellen durfte, dass hat schon richtig Spaß gemacht. Zumal einem das, bei der ganzen Hitze eine erfrischende Kühlung verschafft. Am letzten Tag gab es dann noch das Piranhaangeln, um das Adventure komplett zu machen. Piranha angeln ist wirklich keine große Kunst, was mich doch ein wenig enttäuscht hat. Man nimmt sich einen Bambusstock, macht da einen Schn
ur mit Hacken dran, dass letzte Stück sollte Draht sein, und befestigt ei
ne Stück Fleisch an dem Hacken. Dann taucht man die Angel in das Wasser und zieht sie Ruckartig wieder raus. Bei einem von 10 mal, also ca. alle 2-3 Minuten hat man einen Fisch an der Angel. Zwar nicht immer einen Piranha, aber irgendein gieriges Viech findet sich immer. Nun am Ende haben wir das alles noch im Camp frittieren lassen, hier die klassische Art Fisch zu zubereiten, um auch wirklich jedem Fisch die individuelle Note zu nehmen, und anschließend gegessen. Fazit: Schmeckt ok, aber Dorsch ist besser! Nun und dann
am gleichen Abend wieder zurück. Also im ganzen 3 fantastische Nächte Pantanal. Auf der Rückfahrt hatten wir dann noch das Glück,wenn schon keiner Anakonda, einem Riesen Ameisenbär zu begegnen.Sehr anstrengend aber es lohnt sich Richtig, jeder der die Möglichkeit dazu hat sollte das unbedingt machen.