Dienstag, 27. Oktober 2009

Exkursion in den Süden Brasiliens



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So bevor ich aufgrund all der vielen neuen Abenteuer die ich hier erlebe, meine alten vergesse hab ich mich nochmal entschlossen was nachzutragen. Also anfang Oktober waren die Hamburger Holzwirte hier um eine Exkursion in den Süden Brasiliens zu unternehmen, und da der Bus eh gebucht war, das Schwarze Monster auf 6 Rädern, und es auch noch freie Plätze gab hielt ich das für eine super Idee einfach mal mit zu machen und mir auch etwas vom Süden Brasilien anzugucken. Im Ganzen war ich eine Woche mit der Truppe unterwegs. Angefangen haben wir mit der unter Naturschutz stehenden Insel Superagui , welche sich ganz in der Nähe von Curitiba befindet, also immer noch in Paraná. Dort sind wir dann mit dem Boot rüber gesetzt kurz die Zimmer bezogen und haben dann auch schon auf Empfehlung der Herbergsmutter in die einzige Bar der Insel besucht. Dort gab es dann einen selbstgebrannten Cachaça welcher als Inselspezialität durchgeht und dazu Lifemusik der lokalen Musik Szene einem Quartett aus alten Herren welche zusammen wohl die350 Jahre geknackt haben und einen Musik Stil zum besten gebracht haben, den man wohl außerhalb dieses Inseldorfes vergeblich suchen wird(hier das Video!). Aber es war auf jeden fall ein Vergnügen. Am nächsten Tag gab es dann eine kleine Inselführung mit ortskundiger Leitung und dann durften wir auch schon wieder die Insel verlassen. Dabei hatte ich das große Glück die ca. 3 Std Heimreise zum nahegelegenen Hafen auf dem Dach des Schiffs zu verbringen. Am gleichen Abend ging es dann nach Blumenau auf das Oktoberfest, von der Stadt habe ich euch ja bereits berichtet. Das war ein riesen Spaß, man kann schwer erklären wie das wirkt, wenn eine Nation wie Brasilien die eigentlich nichts mehr feiert als sich selber, auf einmal eine ganz andere und eigentlich ihr völlig fremde Nation feiert. Auf dem Oktoberfest wurde dann ebenfalls Lifemusik gespielt, dabei war das Lustige, dass brasilianische Sänger auf Deutsch gesungen haben und die Brasilianer in lauten Chören, allerdings selten Richtigen, mit gegrölt haben.(hier Video Oktoberfest!) Danach ging die Reise immer weiter in den Süden durch verschiedene kleiner Ortschaften wo wir täglich eine Firma besucht haben. Besonders gut gefallen haben mir dabei noch die Eukalyptus-Plantagen, wo man uns eindrucksvoll die Ernteleistung der Maschinen gezeigt hat, welche bis zu 120 Bäume die Stunde fällen können. Man hat schon gemerkt, dass es einen starken unterschied macht, ob man mit den Brasilianern auf Exkursion geht oder mit den Deutschen. Die Firmen waren sichtlich bemüht uns zu beeindrucken und von ihrer Leistung zu überzeugen. Wobei sich allerdings auch wieder gezeigt hat, wie vorteilhaft es ist Portugiesisch zu können, so konnte man sich immer mit den Arbeitern unterhalten und noch andere Meinungen einholen, als die, die man von der Firmenführung vorgelegt bekommt. Nun am darauf folgenden Tag waren wir dann in einem Araukarien-Plantage welche als Naturwald angelegt war, an der Grenze von St. Catarina zu Rio Grande de Sul. Das war vor allem noch einmal ein sehr schönes Naturerlebnis, dabei hat sich unsere Gruppe eine wenig getrennt, so dass ich am Ende mit einem recht kleinen Trupp der Exkursion und einem Führer der nur Portugiesisch konnte allein war. Dadurch hatte ich die Chance den Übersetzer zu machen und ich muss sagen ich war eigentlich im Nachhinein ziemlich mit zufrieden. Nun um mich kurzzuhalten, auf der Reise sind wir auch noch Riesigen Nashornkäfern begegnet, waren in einem Zellstoffwerk, einer Möbelfabrik die den Heizeffekt nur noch aufmalt und einem Aussteiger aus Deutschland der sich in Brasilien mit einem kleinen Hobelwerk selbstständig gemacht hat. Das war allerdings eine sehr sehr interessante Erfahrung gewesen. Nun aber davon erzähl ich euch am besten bei Bedarf, sonst sprengt das hier wieder den Rahmen.

Und nächste Woche erzähl ich euch vom Pantanal,
da könnt ihr mal richtig staunen,
hier ein kurzer Vorgeschmack:

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Exkusrion nach Antonina



So nachdem ihr ja wahrscheinlich einen kleinen Einblick auf Curitiba bekommen habt dachte ich mir ich zeige euch mal
das Umland um genau zu sein das ca. 50 km weiter entferne Antonina. Wo man im besten mit dem Auto durch eine recht idylische straße welche mitten durch den Wld führt kommt. Durch eine recht glückliche Wahl der Kurse hab
ich einen, mit Namen Ecofisiologia Florestal , mit dem ich fast jeden Freitag eine Exkursion mache.
Meistens was weiter weg aber diesmal auch was näher. Wir haben uns ein Projekt für eine Naturwald-Plantage angesehen
und waren dabei mit Führung im Mata Atlântica und es war nicht nur sehr Interessant sondern auch sehr schön.
Dort hat man neben der tollen Flora, welche jetzt für nicht Forstmenschen evtl. nur bedingt interessant ist,
ein paar sehr schöne Insekten sehen können. Zudem kommt ein Wahnsinns Blick auf den Pico Marumbi welche sich meistens
mit einem mystisch nebligen Mantel umgibt. Aber eins kann ich echt sagen,
ich bin super froh mir Wanderschuhe gekauft mit genommen zu haben, das war mal wirklich eine richtig matschige
und sumpfige Angelegenheit da durch den Wald zu laufen und das bei einer Temperatur von 36 Grad und einer
Luftfeuchtigkeit von gefühlten 100 %.Am ende waren die Füße nicht mehr vomBoden zu unterscheiden.
Warum es auch richtig viele schöne Moskitos gibt, aber nicht die mit Malaria oder so ‘nem quatsch,
aber ich sah danach aus wie ein Streuselkuchen und das juckt juckt juckt…das kann man sich gar nicht vorstellen.
Und hier noch ein kleines Video(Hier klicken!)

P.S.: Also was die Formatierung an geht so hab ich leider keine Chance, ich hab schon alles versucht und geb mir auch dir Vorschau, aber ende macht er doch was er will. Aber egal, tut´s ja.

Samstag, 3. Oktober 2009

São Paulo





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So das letzte September-Wochenende hab ich mir dann endlich mal São Paulo angeguckt. Mit so einem richtig schönen alten Greyhound Bus. Nachdem man ja immer nur so Horror-Reportagen über diese Stadt gesehen hat, habe ich einfach mal die Chance wahrgenommen und mir die Stadt von Leuten zeigen lassen, die sie auch wirklich kennen. Dabei muss man allerdings auch mal sagen, dass man dadurch natürlich auch nur einen super einseitigen Blick auf die Dinge bekommt. Ich würde auch immer noch nicht behaupten die Stadt zu kennen, aber ich kenne jetzt schon mehr als die meisten und so weiß ich auf jeden fall auch, dass Sampa, so wie die Stadt auch genannt wird, echt super schöne und extrem coole Ecken hat. So gibt es das historische Zentrum mit seinen vielen schönen Plätzen und den super hohen Wolkenkratzern wo die fetten Banken Brasiliens zu besseren Zeiten das Geld gehortet haben. Hier noch ein blick auf eine typische Ecke im Zentrum(Video!). Oder auch gibt es eine enorme Auswahl an historischen Kirchen, wobei man natürlich immer niemals vergessen darf, dass das Land Brasilien natürlich sehr viel jünger ist als europäische Länder. Sehr schön ist auch, dass Samba über eine Metro verfügt womit man super durch die Stadt reisen kann. Nun neben dem historischen Zentrum haben wir uns noch das japanische Viertel angeguckt, welches allerdings auch sehr nach am Zentrum liegt .Dort gibt es einfach einen sehr hohen Anteil an Asiaten welches sich besonders anhand der Restaurants und Straßenbeleuchtung bemerkbar macht. Dort gab es dann noch das größte ramsch Kaufhaus über 5 Etagen was ich jemals betreten habe, da asiatisch geprägt vor allem mit einer großen Auswahl an Action-Manga-Figuren.
Und dann noch das Viertel Paulista, so heißt das Viertel welches sich eigentlich aus nur einer riesig langen Straße der Avenida da Paulista bildet. Dort stehen dann die ganzen neuen riesigen Gebäude der Firmen die heutzutage das Geld nach São Paulo bringen. Sonst gibt’s noch eine Reihe von schönen Parks mit relativ viel Grünfläche, das soll man ja so nicht denken wenn man an São Paulo denkt, ist aber echt wahr. Geschlafen haben wir dann in einem Viertel ungefähr 30 Minuten mit dem Bus weg vom Zentrum. Aber weil die Stadt einfach mal so gigantisch ist, immerhin die 3. Größte Stadt der Welt mit 11.000.000 Einwohner (Also mehr als Belgien!!!) und fast 20 Millionen in der Metropolregion, galt das immer noch als sehr Stadtzentral.
Dann wahren wir noch beim Mercado Municipal, eine reisen Große Markthalle wo es Stände gibt die Früchte, Käse, Fisch und Fleisch und sonnst noch alles was es in Brasilien gibt verkaufen. Auf den Weg dahin geht man dann wohl durch die vollste und Lauteste Straße Brasiliens wo einem jeder alles was man sich an scheiße und fakes vorstellen kann verkaufen möchte.
Abends waren wir dann in Vila Madalena aus dem Partieviertel der Stadt, da ist am Wochenende echt was los, die Clubs sind bis nach draußen voll und man kann sich je nach Musik echt aussuchen wo man reingeht. Ich war dann auf irgendeiner Techno Release Party von DJs die keine Sau kennt, war aber richtig lustig. In Vila Madalena hatte ich allerdings keine Kamera mit, das war mir dann doch zu unsicher. Denn soviel gutes ich grad von der Stadt berichte, die mich mal echt geflasht hat, weil sie viel schöner ist als ich dachte und auch mal echt sehr viel mehr drauf hat als ich dachte, so muss man doch sagen, dass einem extrem viel Armut und Elend begegnet. Vielen Menschen geht’s in dieser Stadt einfach mal echt scheiße. Aber es lohnt sich auf jedenfall sich selber mal ein Bild davon zu machen, es lohnt sich und zwar richtig.