
Am Anfang fährt man noch etwas durch die Stadt und das Wetter in Curitiba war zwar relativ warm aber immer noch sehr nieselig, wie es eben typisch für die Stadt ist. Aber direkt nach der Stadt kamen auch schon die ersten wirklich beeindruckenden Landschaften. Das fängt ganz soft an mit ein paar Moorlandschaften und weiten Wiesen wo ab und an mal eine der für die Stadt typischen Araukarien steht.

Wenn man dann aber in die ersten Tunnel reinfährt, was schon mal ein gutes Zeichen für Berge ist und dann auch wieder raus kommt, dann sieht man so gut wie keine Araukarien mehr sondern den letzten Rest des Atlantischen Regenwaldes aber das ist ein Rest, soweit das Auge reicht und man schaut auf Berge deren Spitzen man vom Nebel nicht erkennen kann und die trotzdem bis nach oben hin mit Bäumen und Pflanzen bedeckt sind. Und zwischen dieser gigantischen Natur immer wieder mal ein Gebäude was von er Natur wieder vollständig zurück erobert wurde. Und je weiter man

diese Gebirgslandschaft aus Regenwald eindringt desto beeindruckender wird das ganze. Gerade wenn man meint da kann nichts mehr kommen schafft es diese ungebändigte Natur immer wieder noch einen drauf zu setzten und man gibt das ständige: "Hast du sowas schon mal gesehen" ganz auf. Dabei fährt man mit dem Zug teilweise keinen Meter vom Abgrund entfernt.


Also ich kann nur jedem der in seinem Leben die Möglichkeit dazu hat sehr schwer dazu raten diese Tour zu machen. Ich bin immer noch unglaublich davon beeindruckt und jedesmal ging mir durch den Kopf, wie kann überhaupt ein Mensch auf die Idee kommen so einen gigantischen Wald zu durchqueren, also mit einer normalen Machete sehe ich mich da keine 2 Meter weit kommen. Abgesehen von den Massen an Grün muss man einfach vor Ehrfurcht erstarren weil diese Natur einen einfach tief bewegen kann.
Nach dem Trip mit dem Sierra Verde Express von Curitiba nach Paranaguá, dass ist das alte koloniale Küstenstätchen
welches zwar nur per Luftlinie 100 km weiter östlich liegt, aber aufgrund des höhen Unterschieds von 900 Metern und den vielen Bergen und dem vielen Wald 3 Std Fahrtzeit mit der Bahn braucht, kommt dann auch die Sonne raus. Zwischendurch mussten wir mal in einen Linienbus umsteigen, weil die Bahn nur am Wochenende bis nach Paranaguá durchfährt und sonst nur nach Morretes, aber das hat die ganze Reise eigentlich nur noch spannender gemacht. Paranaguá hat eigentlich nicht wirklich viel zu bieten,ist aber am Küstenstreifen ganz schön und hat
einen schönen Ausblick auf die Mangrovenwälder, welche wirklich sehr hübsch anzusehen sind. Außerdem ist es der Abfahrtshafen für das Schiff welches einen zur Ilha do Mel, dem eigentlichen Ziel unserer Reise bringt.(Hier klicken für Ilha do Mel Video! )Also haben wir uns schön in eine kleine Fähre gesetzt und sind von Paranaguá noch mal 2 Std übers Wasser an den Mangrovenwäldern vorbei bis hin zur Ilha do Mel gefahren. Dort kamen wir dann auch gegen 17:30 Uhr an mit dem Problem nicht genau zu wissen wohin denn jetzt und, dass um 18:00 Uhr die Sonne untergeht und dann sieht man mal wirklich nicht mehr. Also sind wir die Insel entlang gelaufen und haben versucht uns mit Hilfe des Lonley Planets zu orientieren, was nur sehr schwer ging, aber zum Glück haben wir dann doch noch eine Surfer Pousada gefunden die extrem Luxuriös, die aber für uns auch, für mehr als eine Nacht, einfach zu teuer war.

Aber gerade darum haben wir uns einen Super Abend gemacht und zumindest die nähre Umgebung, also eigentlich nur den Weg zum Meer, wo grad ein paar Geier dabei waren einen großen Fisch zu zerlegen, und den Weg zu einem nah gelegenem Fischrestaurant durchs Dunkel...und das war wirklich dunkel, man hat sich nur über den Himmel orientieren können!!!Am nächsten Tag haben wir uns dann erstmal eine andere Pousada gesucht, welche wir eigentlich laut Lonley Planet von Anfang an angepeilt haben und dann, nachdem wir diese sogar gefunden haben und diese, obwohl fast ein 2/3 günstige, sogar auch noch viel besser war,und auf den weg gemacht die Insel zu erkunden.Hier ein Blick auf den Strand von unserer Pousada (Pousada Praia de Farol) aus und vom Strand auf die Pousada.


Tja und dann ging es halt erstmal auf zu den Sehenswürdigkeiten der Insel, welche vor allem das Fortaleza ist, ein altes Fort welches wohl im 17. Jahrhundert von den Portugiesen als Tor zum Meer hin gebaut worden ist. Eigentlich komisch, dass ein ursprünglich für militärische Zwecke gebautes Gebäude doch so viel Ruhe ausstrahlen kann und so anmutig und friedlich wirken kann.

Innerhalb des Fortes kann man dann auch nur einen Hügel hochsteigen, an dessen Ende sich mehrere Haubitzen befinden welche wohl noch aus dem 2. Weltkrieg da stehen. Allerdings hat man von da oben auch eine fantastische Aussicht auf das Meer mit den Beiden unter Naturschutz stehenden Inseln. Der Ansteig ist zwar relativ anstrengend aber die Aussicht lohnt sich wirklich. Und sowieso wer das Meer mag wird die Ilha do Mel lieben.
Im Übrigen heißt Ilha do Mel soviel wie Insel von Honig und auf ihr sind absolut keine Autos oder ähnliches erlaubt.
Was allerdings niemanden daran hindern alle Boote mit super Diesel Außenbordern auszustatten. Aber das tut der Idylle der Insel nur wenig ab. Da man ja alles zu Fuss macht dauert so ein Ausflug natürlich auch so seine Zeit, auf dem Rückweg hat man es sich natürlich nicht nehmen lassen im relativen warmen Atlantik zu schwimmen und es war der Hammer...und das im Winter!!!
Den Rest des Tages haben wir in der Hängematte der Pousada verbracht und uns dem Bier und dem Cachaça hingegeben, welcher hier wirklich mal ganz anders schmeckt als der Brennspiritus aus Deutschland...dafür schmeckt das Bier hier mal echt mau, es gibt zwar Sorten die man trinken kann aber echt nicht so viele.
Am darauf folgenden Tag haben wir uns dann zu den restlichen Sehenswürdigkeiten der Insel aufgemacht welche einmal der Farol, also der Leuchtturm der Insel ist und zum anderen der Zweite Ort der Insel, Encantada, ist. Wir haben übrigens in Nova Brasilia residiert so heißt der obere Ort und meiner Meinung nach auch der schöne Ort der Insel.Der Weg zum Farol war, wie nicht anders zu erwarten malerisch warum man sich auch irgendwann angewöhnt hat aufgrund dieser übertriebenen Idylle alles als Hässlich und fies zu bezeichnen. Worauf hin eben immer hässlichere Superlative entstanden sind bis wir uns am Ende einig waren, dass wir echt
Pech haben und es ja jetzt wohl viel schöner wäre in Essen im Freibad zu sein.
Nachdem wir uns den Farol angeguckt haben,der Farol ist zwar so sehr schön, aber das eigentlich schöne ist natürlich wieder dieser Wahnsinnig hässliche Ausblick gewesen, haben wir uns auf die ca. 3 Stündige Wanderung nach Encantada gegeben, die alles andere als Behinderten gerecht ist. Man muss am Strand entlang laufen, über Felsen steigen und erdige Bergwege und sumpfige Landschaften bezwingen.



Aber es heißt ja so schön der Weg ist das Ziel und der Weg war wirklich sehr sehr Schön.
Der Ort Encantada hat einen dann nur wenig geflasht, vieleicht hätte er das mehr wenn wir nicht vorher schon bereits im wunderschönen Nova Brasilia gewesen wären. Aber dafür gab´s dann ja noch die Höhlen von Encantada welche allerdings auch von außen mehr hermachen als von Innen, dafür ist der Weg spannend in die Höhlen reinzukommen, da man gucken muss, dass man sich an der Felswand entlang in die Höhle quetsch während unter einem fiese Felsen sind und das Meer tobt.


Anschließend ging´s dann wieder mit einem kleinen Schiff zurück nach Nova Brasilia in unsere Pousada um da noch bei einem Copinho (Gläschen) Cachaça den Sonnenuntergang zu sehen.


Und das das war wirklich mal ein Sonnenuntergang...ich mag einfach das Meer und die Berge und beides zusammen...das macht mich einfach nur Glücklich.
Der letzte Tag ging dann noch einmal in die Vollen, da haben wir dann noch mal Delphin watching gemacht, das war zwar sehr schön, aber der fairness halber muss ich doch sagen dass ich dachte, dass die ollen Delphine sich mehr für einen Interessieren würden und vieleicht mal ein bisschen Show machen, aber nix!
Highlight war dabei nochmal, das unser Bootsführer eine riesen Fisch aus dem Wasser gezogen hat und sich wahnsinnig darüber freute günstig was feines zum Essen bekommen zu haben.

Dass man auf dieser Insel ganz fantastisch Fisch und Garnelen essen konnte muss hier wohl nicht mehr extra erwähnt werden.
Ebenfalls ein Großes Highlight der Reise waren die vielen schönen Mülleimer der Insel. Ich denke ich habe mittlerweile eine ganz hübsche Sammlung von mir und Luxos Bonitos (Schönen Mülleimern) gemacht. Aber das würde jetzt wohl den Rahmen sprengen, ich denke mal die meisten haben bis hierhin eh schon aufgegeben ;)
An selben Abend haben wir noch ein paar einheimischen Fischern geholfen ein relativ großes Schiff, welches neu gestrichen worden ist ins Wasser zurück zu schieben, wofür wir dann auch recht dankb
ar mit feinsten Fusel entlohnt worden sind. Und man will dann ja auch nicht undankbar sein warum man eben dann auch noch ein zweites copinho nimmt wenn´s einem angeboten wird. Sehr Positiv ist mir auch auf dieser Reise aufgefallen, dass man ohne Portugiesisch einfach keine Chance hat und ich bin echt froh eine so wunderbare Sprache lernen zu können. Ich mache derzeit viele Fortschritte und ich fange an nicht nur die Menschen selbst zu zu labern, sondern auch diese zu verstehen. Ich rate jedem der noch die Chance dazu hat,außer Englisch noch eine Sprache zu lernen, es lohnt sich wirklich. Und die Brasilianer machen es einem mit ihrer offenen Art wirklich leicht, ich glaube fast nirgendwo wird man so dankbar aufgenommen wenn man schon wenige Worte einer Sprache beherrscht!
Nun ja am nächsten Mittag ging´s dann auch Hause und jetzt bin ich hier, recht müde und glücklich und freu mich auf die nächste Reise
Hier nochmal die Videos zum schnell finden:
P.S.: ich habe nicht mehr die Muse diesen Text Korrektur zu lesen!!!
Até mais e abraços
Daniel
Der letzte Tag ging dann noch einmal in die Vollen, da haben wir dann noch mal Delphin watching gemacht, das war zwar sehr schön, aber der fairness halber muss ich doch sagen dass ich dachte, dass die ollen Delphine sich mehr für einen Interessieren würden und vieleicht mal ein bisschen Show machen, aber nix!

Highlight war dabei nochmal, das unser Bootsführer eine riesen Fisch aus dem Wasser gezogen hat und sich wahnsinnig darüber freute günstig was feines zum Essen bekommen zu haben.

Dass man auf dieser Insel ganz fantastisch Fisch und Garnelen essen konnte muss hier wohl nicht mehr extra erwähnt werden.
Ebenfalls ein Großes Highlight der Reise waren die vielen schönen Mülleimer der Insel. Ich denke ich habe mittlerweile eine ganz hübsche Sammlung von mir und Luxos Bonitos (Schönen Mülleimern) gemacht. Aber das würde jetzt wohl den Rahmen sprengen, ich denke mal die meisten haben bis hierhin eh schon aufgegeben ;)
An selben Abend haben wir noch ein paar einheimischen Fischern geholfen ein relativ großes Schiff, welches neu gestrichen worden ist ins Wasser zurück zu schieben, wofür wir dann auch recht dankb
ar mit feinsten Fusel entlohnt worden sind. Und man will dann ja auch nicht undankbar sein warum man eben dann auch noch ein zweites copinho nimmt wenn´s einem angeboten wird. Sehr Positiv ist mir auch auf dieser Reise aufgefallen, dass man ohne Portugiesisch einfach keine Chance hat und ich bin echt froh eine so wunderbare Sprache lernen zu können. Ich mache derzeit viele Fortschritte und ich fange an nicht nur die Menschen selbst zu zu labern, sondern auch diese zu verstehen. Ich rate jedem der noch die Chance dazu hat,außer Englisch noch eine Sprache zu lernen, es lohnt sich wirklich. Und die Brasilianer machen es einem mit ihrer offenen Art wirklich leicht, ich glaube fast nirgendwo wird man so dankbar aufgenommen wenn man schon wenige Worte einer Sprache beherrscht!Nun ja am nächsten Mittag ging´s dann auch Hause und jetzt bin ich hier, recht müde und glücklich und freu mich auf die nächste Reise
Hier nochmal die Videos zum schnell finden:
P.S.: ich habe nicht mehr die Muse diesen Text Korrektur zu lesen!!!
Até mais e abraços
Daniel
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